Carsten Jensen etablierte sich als Vertreter eines Handwerks, das in seiner ursprünglichen Form längst ausgestorben ist. Er arbeitete als so genannter Werkstattklempner und produzierte Haushaltsgeräte, von Kochtöpfen über Bratpfannen bis hin zu Backblechen. Auch Meiereigeräte, wie Milchkannen, entstanden in seiner Werkstatt. Viele große Bauern aus der Region gehörten zu seinen Kunden. Als Nebenerwerb diente der Verkauf von Petroleumlampen in dem der Werkstatt angegliederten Laden.

Das schmale Gebäude in der Kappelner Straße 27 zeugt noch immer von den bescheidenen Anfängen der Firma, die heute den Namen von Wilhelm Jensen trägt und hier unverändert ihren Stammsitz hat.

Die industrielle Revolution hatte der Werkstattklempnerei den existenziellen Boden entzogen, als Gründersohn Wilhelm Jensen 1911 den väterlichen Betrieb übernahm. Der spätere Ehrenmeister der Flensburger Handwerkskammer stellte sich der Herausforderung und richtete die Geschäftstätigkeit neu aus. Auch er war Klempnermeister, „konnte aber von Backblechen nicht mehr leben“.

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